Die Pflegebedürftigkeit ist ein Lebensrisiko, das jeden Menschen unabhängig vom Lebensalter treffen kann. Zudem wird die Ausstattung der meisten Wohnungen den Bedürfnissen des Alters oder einer Behinderung nicht gerecht.

Die Trägerunabhängige Pflege- und Wohnberatung ist eine kostenlose und unabhängige Beratungsinstitution für Betroffene, Angehörige und Bezugspersonen. Sie informiert in vertraulicher Beratung durch aktuelle Informationen und Berücksichtigung aller Hilfemöglichkeiten, um aus den vorhandenen Angeboten für den Pflegebedürftigen individuell die beste Lösung zu entwickeln.

Die Pflegeberatung umfasst u.a. Information, Beratung und Unterstützung zu

»» Häusliche (Ambulante) Pflegemöglichkeiten »» Teilstationäre und Stationäre Hilfen (Tagespflege, Pflegeheime)

»» Verhinderungspflege und Kurzzeitpflege

»» Hauswirtschaftliche Hilfen und „Essen auf Rädern“

»» Finanzierungsfragen aller Hilfen

»» Hilfestellung bei der Antragstellung und Verfahrensfragen

»» Verknüpfung mit ergänzenden Leistungsgesetzen (SGB XII)

»» Hilfen für behinderte / kranke / alte Menschen


Die Wohnberatung umfasst u.a. Information, Beratung und Unterstützung zu

»» Beseitigung von Barrieren, Gefahrenquellen und Ausstattungsmängeln

»» Optimierung und Reorganisation der Wohnung »» Bauliche Maßnahmen und technische Hilfen

»» Finanzielle Förderungsmöglichkeiten

Neben einer individuellen Beratung erhalten Rat- und Hilfesuchende auch Begleitung und Unterstützung im Rahmen von Case-Management.

Um mögliche Wartezeiten zu vermeiden, wird gebeten, Beratungstermine durch vorherige telefonische Anmeldung abzustimmen.

Ansprechpartnerin des Hochsauerlandkreises:
Frau Annegret Schreckenberg
Für Einwohner aus den Stadt-Bereichen
Hallenberg, Medebach und Winterberg
Tel.: +49 (0) 2961 94-3333
Mail:
Anne.Schreckenberg@hochsauerlandkreis.de
Kreishaus Brilon
Am Rothaarsteig 1
59929 Brilon


Immer mehr Menschen haben den Wunsch, im Alter möglichst selbstbestimmt zu leben. Neue Wohnformen sind beispielsweise das Betreute Wohnen oder Servicewohnen, bei dem außer dem Mietvertrag auch ein Servicevertrag mit dem Vermieter abgeschlossen wird. Dieser beinhaltet die Vereinbarung bestimmter zusätzlicher Dienst- und Hilfeleistungen. Darüber hinaus zählen das Wohnen in Mehrgenerationenhäusern, in denen Jung und Alt sich gegenseitig helfen, oder auch das „Wohnen für Hilfe“, bei dem einzelne Wohnungen oder Zimmer beispielsweise an Studierende vermietet werden, zu den alternativen Wohnformen. Die Studierenden zahlen in diesem Fall weniger Miete, müssen sich dafür jedoch verpflichten, hilfebedürftige Bewohnerinnen und Bewohner des Hauses zu unterstützen, beispielsweise im Haushalt, beim Einkaufen oder bei Behördengängen.

Zu den neuen Wohnformen zählen auch die sogenannten Pflege-Wohngemeinschaften (Pflege-WGs). Diese bieten die Möglichkeit, zusammen mit Gleichaltrigen zu leben und gemeinsam Unterstützung zu erhalten – ohne auf Privatsphäre und Eigenständigkeit zu verzichten. Die Bewohnerinnen und Bewohner einer Wohngemeinschaft leben in eigenen Zimmern, in die sie sich jederzeit zurückziehen können.

Gleichzeitig besteht aber auch die Möglichkeit, in Gemeinschaftsräumen gemeinsame Aktivitäten durchzuführen.



Um es Pflegebedürftigen zu ermöglichen, möglichst lange selbständig und in häuslicher Umgebung zu wohnen, ohne dabei jedoch auf sich allein gestellt zu sein, werden sogenannte Wohngemeinschaften, die bestimmte Mindestvoraussetzungen erfüllen, von der Pflegeversicherung besonders gefördert.

Pflegebedürftige, die Pflegegeld, Pflegesachleistungen und / oder den Entlastungsbetrag beziehen, können in Wohngemeinschaften zusätzlich zu den sonstigen Leistungen auf Antrag eine Pauschale in Höhe von 214 € / Monat, den sogenannten Wohngruppenzuschlag, erhalten. Den Wohngruppenzuschlag können auch Pflegebedürftige mit Pflegegrad 1 erhalten.

Voraussetzung für den Wohngruppenzuschlag ist:

»» dass die Pflegebedürftigen mit mindestens zwei und höchstens elf weiteren Personen in einer gemeinsamen Wohnung zum Zweck der gemeinschaftlich organisierten pflegerischen Versorgung leben und davon mindestens zwei weitere Personen pflegebedürftig sind,

» dass eine Person (Präsenzkraft) durch die Mitglieder der WG gemeinschaftlich beauftrag ist, unabhängig von der individuellen pflegerischen Versorgung allgemeine organisatorische, verwaltende, betreuende oder das Gemeinschaftsleben fördernde Tätigkeiten zu verrichten oder hauswirtschaftliche Unterstützung zu leisten, und

» dass keine Versorgungsform, einschließlich teilstationärer Pflege, vorliegt, in der die Anbieter der WG oder ein Dritter den Pflegebedürftigen Leistungen anbietet, die dem für vollstationäre Pflege vereinbarten Leistungsumfang weitgehend entsprechen.

Angebote des Servicewohnens in den Stadt-Bereichen Medebach und Hallenberg:

MEDEBACH


Service-Wohnen St. Mauritius

Herr Hellwig
Prozessionsweg 7, 59964 Medebach
Tel.: +49 (0) 2982 4060
Mail: post@mauritius-medebach.de

HALLENBERG

Service-Wohnen im Seniorenzentrum St. Josefs-Haus

Frau Heimbach-Schäfer
Aue 2, 59969 Hallenberg
Tel.: +49 (0) 2984 304-0
Mail: b.heimbach-schaefer@caritas-brilon.de

WINTERBERG

Demenz-WG „Tante Röschen“

ALTERnativ Wohnen
Ackerstraße 2, 45897 Gelsenkirchen
Tel.: +49 (0) 209 5908200

Villa Winterberg (ab Nov. 2017) Villa Lebenswert GmbH

Poststraße 11, 59955 Winterberg


Die Pflegekasse zahlt für Pflegebedürftige der Pflegegrade 1 bis 5 auf Antrag bis zu 4.000 € als Zuschuss für Anpassungsmaßnahmen, die die häusliche Pflege in der Wohnung ermöglichen, erleichtern oder eine möglichst selbstständige Lebensführung der pflegebedürftigen Person wiederherstellen sollen (wohnumfeldverbessernde Maßnahmen). Ziel solcher Maßnahmen ist es, eine Überforderung der Pflegekraft zu verhindern.
Wohnen mehrere Anspruchsberechtigte zusammen, kann der Zuschuss bis zu viermal 4.000 €, also bis zu 16.000 €, betragen. Bei mehr als vier anspruchsberechtigten Personen wird der Gesamtbetrag anteilig auf die Bewohnerinnen und Bewohner aufgeteilt. Dies kommt vor allem ambulant betreuten Wohngemeinschaften für Pflegebedürftigen zugute. Die Pflegekasse zahlt einen Zuschuss zu verschiedenen Maßnahmen der Wohnungsanpassung. Einen Zuschuss gibt es für Maßnahmen, die mit wesentlichen Eingriffen in die Bausubstanz verbunden sein können, wie zum Beispiel Türverbreiterungen oder fest installierte Rampen und Treppenlifter, aber auch für den pflegegerechten Umbau des Badezimmers. Außerdem wird der Ein- und Umbau von Mobiliar, das entsprechend den Erfordernissen der Pflegesituation individuell hergestellt oder umgebaut werden muss, finanziell unterstützt. Ein Zuschuss zur Wohnungsanpassung kann auch ein zweites Mal gewährt werden, wenn die Pflegesituation sich so verändert hat, dass neue Maßnahmen nötig werden.


Die sogenannten haushaltsnahen Dienstleistungen sind für das selbstbestimmte Leben und Wohnen im Alter von hoher Bedeutung. Anbieter von „Essen auf Rädern“ ermöglichen vom alltäglichen Kochen befreite Tage oder stellen die tägliche, ausreichende und ausgewogene Ernährung sicher.
Begleitdienste geben ein sicheres Gefühl auf dem Weg ins Kino, Theater, zum Spazierengehen oder für den Friedhofsbesuch.
Stundenweise Betreuungsdienste zu Hause erleichtern insbesondere pflegenden Angehörigen die Erledigung notwendiger Besorgungen. Haushaltsdienste bieten Unterstützung bei der täglichen Hausarbeit, wie bspw. Putzen, Gardinenaufhängen oder Wäschewaschen.
Besuchsdienste, oft auch durch Ehrenamtliche, lesen aus der Zeitung vor oder spielen Gesellschaftsspiele, um die Langeweile Zuhause zu unterbrechen. Entsprechende Angebote finden sich in der heimischen Presse (z.B. Ehrenamtsnetzwerke, Bürgerhilfe).


Lebenshilfe HSK
Frau Pretzsch
Gartenstr. 47
59929 Brilon
Tel.: +49 (0) 2961 969514
Mail: pretzsch@lebenshilfe-hsk.de

WINTERBERG


Sprechstunde Winterberg

(Außenstelle Jugendamt)
Bahnhofstr. 12
59955 Winterberg
jeden 2.+4. Mittwoch im Monat, 14.30h-16.30h

Caritas Sozialstation Winterberg

Frau Balkenhol-Schlums
Alltagsbegleitung
Am Waltenberg 23
59955 Winterberg
Tel.: +49 (0) 2981 6345
Mail: sozialstation.winterberg@caritas-brilon.de

MEDEBACH


Sprechstunde Medebach (im Rathaus,R113)

Österstr. 1
59964 Medebach
jeden 3. Dienstag im Monat, 14.00h-16.00h

Caritas Sozialstation Medebach

Frau Schluer
Alltagsbegleitung
Hinterstr. 16
59964 Medebach
Tel.: +49 (0) 2982 908888
Mail: sozialstation.medebach@caritas-brilon.de

HALLENBERG

Caritas Sozialstation Hallenberg

Alltagsbegleitung
Bahnhofstr. 4
59969 Hallenberg
Tel.: +49 (0) 2984 304-444
Mail: sozialstation.hallenberg@caritas-brilon.de

MEDEBACH


Wohn- und Pflegezentrum St. Mauritius

Herr Rieke
Prozessionsweg 7, 59964 Medebach
Tel.: +49 (0) 2982 406-140
Mail: altenheim-medebach@t-online.de

HALLENBERG


Menüservice für Hallenberg und Umgebung

Caritas Seniorenzentrum St. Josef
Tel.: +49 (0) 2984 304-0
Aue 2, 59969 Hallenberg
Mail: Josefs.haus@caritas-brilon.de

WINTERBERG


Apocare Häusliche Krankenpflege e.V.

Frau Meyer (Pflegedienstleitung)
Tel.: +49 (0) 2981 1440
Nuhnetalstr. 96, 59955 Winterberg-Züschen
Mail: apocare@t-online.de
(das Essen wird im Winterberger
Krankenhaus zubereitet!)

Caritas Menüservice für Brilon und Umgebung

Im Seniorenzentrum St. Engelbert
Hohlweg 8, 59929 Brilon
Tel.: +49 (0) 2961 96570
Mail: engelbert.heim@caritas-brilon.de

MEDEBACH


Ein Hausnotrufsystem garantiert Pflegebedürftigen und ihren Angehörigen schnelle Hilfe in Notfällen, etwa wenn sie zu Hause stürzen und nicht mehr aus eigener Kraft aufstehen können. Auf dem Markt gibt es unterschiedliche Systeme, die Funktionsweise der Hausnotrufgeräte ist dabei stets dieselbe:

» Die Pflegebedürftigen tragen rund um die Uhr einen kleinen, wasserdichten Sender bei sich. Dieser ist als Anhänger bzw. Brosche konstruiert oder an einem Armband befestigt. Inzwischen sind auch Halsketten oder Halsbänder mit Sendern erhältlich. Das Hausnotruf-Gerät besteht dabei aus zwei Hauptkomponenten: der Basisstation und dem Funksender.

» Im Notfall drücken die Pflegebedürftigen den Knopf des Handsenders und werden dadurch automatisch mit der Notrufzentrale verbunden, die rund um die Uhr besetzt ist. Der Funksender sendet dabei das Signal an die Basisstation, die sofort die einprogrammierte Nummer wählt. Das funktioniert auch über eine große Distanz innerhalb der Wohnungen und bei geschlossener Tür reibungslos.

» Der Mitarbeiter in der Notrufzentrale nimmt Kontakt mit dem Betroffenen auf. In der Regel geschieht dies über die Basisstation mit einer Wechselsprechanlage. Mikrofon und Lautsprecher der Basisstation sind dabei so konzipiert, dass die Kommunikation durch Wände hindurch möglich ist. Der Notrufzentrale liegen bei Eingang des Anrufs die wichtigsten Informationen über den Senior vor wie z. B. Krankheiten, die Einnahme wichtiger Medikamente usw., die sie im Notfall direkt an das Rettungsteam weitergibt.

Angebote des Hausnotrufes:


Caritas Hausnotruf

Herr Schilling
Scharfenberger Str. 19
59929 Brilon
Tel.: +49 (0) 2961 971913
u.schilling@caritas-brilon.de

Vitakt Hausnotruf GmbH

(Kooperation mit Apocare Häusliche Krankenpflege
und Pflegedienst Huneck s.o.)
Hörstkamp 32
48431 Rheine
Tel.: +49 (0) 5971 934356
info@vitakt.com